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Neue Studie: Deutschen Unternehmen fehlt KI Strategie und KI Kompetenzen

Neue Studie: Deutschen Unternehmen fehlt KI Strategie und KI Kompetenzen

KI Kompetenz Nachweispflicht ab Februar 2025 laut EU AI Act – Deutsche Unternehmen hinken bei KI Strategie und KI-Kompetenzen hinterher

Luxemburg, 16. Januar 2025 – Die KI Kompetenz Akademie hat im Hinblick auf die bevorstehende KI Kompetenz Nachweispflicht ab Februar 2025 den KI Kompetenz Stand der Unternehmen in Deutschland analysiert und nachgefragt.

Gesetzliche Nachweispflicht durch den EU AI Act ab 02/2025

Der EU AI Act fordert von Unternehmen ab Februar 2025 den Nachweis, dass Mitarbeitende, die mit KI-Systemen arbeiten, über die notwendigen Kompetenzen und Kenntnisse verfügen, um diese Technologien sicher und verantwortungsvoll einzusetzen. Dies betrifft sowohl technische als auch organisatorische Aspekte. Um Unternehmen dabei zu unterstützen, hat die KI Kompetenz Akademie ein umfassendes Whitepaper erstellt, das die Anforderungen und Lösungsansätze detailliert erklärt.

Das Whitepaper „KI Kompetenz Nachweispflicht“ mit Handlungsempfehlungen für Unternehmen steht kostenfrei zum Download bereit unter: https://ki-kompetenz-academy.com/downloads/

Zum Erklärvideo der KI Kompetenz Akademie:

Wie gut sind Unternehmen auf die KI Kompetenz Nachweispflicht vorbereitet?

Um die KI-Kompetenzen von Unternehmen in Europa zu vergleichen, betrachtete das Analyseteam der KI Kompetenz Akademie verschiedene Faktoren wie Forschung, Investitionen, Anwendung von KI sowie den tatsächlichen Stand der KI-Skills.

Dänemark führt mit 15,2% der Unternehmen, die KI nutzen, die europäische Rangliste an. Auf Dänemark folgen direkt mit 14% Luxemburg, Belgien und Finnland. Deutschland ist im europäischen Ranking nur auf Platz 7. (Quelle: Statista)

Laut der TÜV Weiterbildungsstudie 2024 geben 71 Prozent der befragten deutschen Unternehmen an, derzeit keine KI-Schulungen durchzuführen.

Unternehmen, die noch keine KI einsetzen, nennen laut ifo folgende Hauptgründe:

  • Fehlende Expertise (72%)
  • Schwierigkeiten bei der Integration in bestehende Geschäftsprozesse (54%)
  • Bedenken hinsichtlich der rechtlichen Lage und des Datenschutzes (51%)

Auch die Befragungen der KI Kompetenz Akademie verdeutlichen diese Situation.

Das Ergebnis der KI Kompetenz Akademie: Die deutschen Unternehmen sind nicht gut vorbereitet. Der Großteil der deutschen Unternehmen hat für die Weiterqualifizierung der eigenen Mitarbeiter bis jetzt noch keine KI Kompetenz Strategie entwickelt und zeigt eher eine abwartende anstatt eine proaktiv handelnde Haltung.

Die Unternehmen in Deutschland benötigen daher dringend strategische, rechtliche und operative Beratung, wie sie ein nachhaltiges Programm zum Aufbau und der Weiterentwicklung des KI Wissens in ihrem Unternehmen entwickeln und verwalten können. Zudem fehlt der überwiegenden Anzahl von Unternehmen das KI-Basiswissen sowie das Bewusstsein zu den Pflichten, die sich aus den Regularien des EU AI Acts für Unternehmen und für Mitarbeitende ergeben.

Unternehmen in Deutschland fehlt es an KI Kompetenzen

Eine aktuelle Studie von Stifterverband und McKinsey zeigt auch: Viele Unternehmen erkennen das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI), schöpfen es aber noch nicht aus. Insbesondere fehlt es an praktischen KI-Kompetenzen bei den Mitarbeitenden.  Künstliche Intelligenz (KI) stellt für Unternehmen in Deutschland eine der größten Chancen dar, Produktivität und Innovation auf ein neues Niveau zu heben. Stifterverband und die Unternehmensberatung McKinsey & Company haben analysiert, wie die Unternehmen darauf vorbereitet sind. Die Mehrheit der befragten Führungskräfte (86 Prozent) ist der Meinung, dass ihre Unternehmen das Potenzial von KI noch wesentlich besser nutzen könnten. Dafür fehle es aber an den notwendigen Kompetenzen, sagen 79 Prozent der Unternehmen.

Tech-Skills – Nicht nur für IT-Profis

Bemerkenswert ist, dass Tech-Kenntnisse mittlerweile auch in nicht-technischen Berufen unerlässlich sind. Ob im Marketing, im Gesundheitswesen oder im Finanzsektor – digitale Tools und Datenanalyse gehören hier zunehmend zum Alltag. Fachkräfte mit hybriden Kompetenzprofilen, also einer Kombination aus technischen und sozialen Fähigkeiten wie Kommunikationsstärke und Problemlösungskompetenz, sind besonders gefragt​, so eine aktuelle Studie von Le Wagon und dem Ignition Program.

Dieser Kompetenzmangel hat weitreichende Folgen – von ineffizienten Prozessen über verpasste Innovationschancen bis hin zu Wettbewerbsnachteilen im internationalen Vergleich. Besonders im Kontext der neuen gesetzlichen Anforderungen, wie dem EU AI Act, steht die Wirtschaft unter Druck. Ab Februar 2025 müssen Unternehmen innerhalb der EU nachweisen, dass ihre Mitarbeitenden, die mit KI-Systemen arbeiten, über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Dies betrifft sowohl technische als auch organisatorische Aspekte.

Welche Aufsichtsbehörde kontrolliert die KI Kompetenz Nachweispflicht und Einhaltung des EU AI Acts?

In Luxemburg wurde die Nationale Datenschutzkommission (CNPD) als zuständige Behörde für die Umsetzung des AI Act benannt. Sie wird die Einhaltung der Vorschriften überwachen und sicherstellen, dass Unternehmen ihren Verpflichtungen nachkommen.

In Deutschland muss bis August 2025 eine nationale Aufsichtsstruktur für künstliche Intelligenz (KI) etabliert werden, mit der die Umsetzung des Artificial Intelligence Act (AI-Act) überwacht wird. Dazu fand im Mai 2024 im Ausschuss für Digitales des Deutschen Bundestages eine öffentliche Anhörung statt. Der AI Act, das europäische KI-Gesetz, ist am 1. August 2024 in Kraft getreten und verpflichtet die EU-Mitgliedstaaten, innerhalb von zwölf Monaten nach Inkrafttreten eine nationale KI-Aufsicht zu benennen.  Das bedeutet, dass Deutschland bis zum 1. August 2025 eine solche Aufsichtsstruktur etablieren muss. Die endgültige Entscheidung über die Gestaltung der nationalen KI-Aufsicht in Deutschland steht noch aus und wird in den kommenden Monaten erwartet. Die Bundesnetzagentur wurde erwähnt, aber es wurde noch nichts konkretisiert.

Unternehmen müssen neue Rollen für KI Strategien schaffen                                                           

Angesichts des rasanten Aufstiegs von KI-Tools passen viele Unternehmen bestehende Rollen an oder schaffen neue Positionen. Aktuell kann man die KI mit einem Kleinkind vergleichen, das dabei ist, die Welt zu entdecken: Ihre Fähigkeiten zur Informationsverarbeitung sind noch begrenzt, und sie ist auf Daten aus ethisch einwandfreien, präzisen und nicht-proprietären Quellen angewiesen, erklärt Steelcase im aktuellen Work Better Magazine. KI-Engines versuchen, unsere Anforderungen zu verstehen und sicherzustellen, dass sie diese korrekt umsetzen. Dafür braucht es Menschen, die die richtigen Fragen stellen, präzise Informationen bereitstellen, die Antworten verarbeiten und die Ergebnisse überprüfen. Diese Anforderungen beeinflussen maßgeblich, welche Mitarbeiter Unternehmen einstellen, schulen und weiterentwickeln. Laut dem Work Trend Index 2024 von Microsoft ist die Nachfrage nach KI-Expert:innen in den letzten Jahren rasant gestiegen: In den vergangenen acht Jahren nahm die Zahl der eingestellten KI-Fachkräfte um 323 % zu, und KI-Führungspositionen wuchsen allein im letzten Jahr um 28 %.

Design eines KI-gestützten Arbeitsplatzes

KI führt bereits jetzt zu einem adaptiveren Erlebnis für Design-, Immobilien- und Facility Teams. Die Daten fließen in erste Raumkonzepte ein und ermöglichen Fachleuten, ihre Entwürfe zu überarbeiten und zu verbessern. KI beschleunigt die Feedbackschleife zwischen der Sammlung von Raumnutzungsdaten und einer Raumanpassung, um neue Arbeitsweisen optimal zu unterstützen. Designer bei Steelcase analysieren zum Beispiel, wie sich der Einsatz von KI durch Mitarbeitende und Teams auf die Raumgestaltung auswirkt. Dazu werden Einzelpersonen und Team betrachtet und erforscht, welche privaten und gemeinsamen Räume diese benötigen. Dies bestimmt zum Beispiel auch die Anzahl der zu schaffenden Räume pro Raumtyp.

Eine Studie des Steelcase WorkSpace Futures Team zeigt auch, dass die Unternehmenskultur sich für das Zeitalter des KI-Superzyklus auch durch die Gestaltung von KI-fähigen Arbeitsplätzen bereit machen muss:

„KI verändert bereits jetzt die Arbeitswelt. In der Folge werden neue Umgebungen benötigt, die unterschiedliche Arbeitsweisen unterstützen“, so Keith Bujak, Forschungsleiter bei Steelcase WorkSpace Futures. „Das Design KI-gerechter Arbeitsplätze bietet Mitarbeitenden eine ideale Basis, um von diesem Superzyklus zu profitieren. Grundlage dafür ist, dass wir das veränderte Verhalten am Arbeitsplatz auf taktischer und strategischer Ebene verstehen.”

Handlungsbedarf: Wie Unternehmen den Rückstand aufholen können

Die Ergebnisse verdeutlichen: Es reicht nicht, KI als Chance zu sehen – Unternehmen müssen gezielt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden investieren. Gefragt sind praxisnahe Schulungen, die nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch konkrete Anwendungskompetenzen vermitteln.

Zudem sollten Führungskräfte die strategische Bedeutung von KI-Kompetenzen erkennen und entsprechende Ressourcen bereitstellen. Dabei gilt es, die gesamte Belegschaft – von Fachkräften bis hin zur Geschäftsleitung – mit den notwendigen Kenntnissen auszustatten, um die Digitalisierung erfolgreich voranzutreiben.

Theoretisch hätten die Unternehmen in Deutschland daher noch Zeit bis August 2025, die erforderlichen Nachweise zu erbringen, da es noch keine Aufsichtsbehörde für die Überwachung der Einhaltung des EU AI Acts gibt.

Inwieweit jedoch der Nachweis mit dem Datum Februar 2025 nachgeprüft wird, ist noch unklar. Es ist wahrscheinlich, dass es zunächst eine Übergangsphase geben wird, in der Unternehmen Zeit haben, sich an die neuen Anforderungen anzupassen. D.h. aber Unternehmen sind zunächst selbst dafür verantwortlich, die Vorgaben umzusetzen und entsprechende Nachweise zu führen.

Um Bußgelder ab Februar 2025 zu vermeiden, sollten Unternehmen Schulungsmaßnahmen dokumentieren und Zertifikate für absolvierte Trainings aufbewahren, um im Bedarfsfall die Erfüllung der Anforderungen nachweisen zu können oder sich einen langfristigen Weiterbildungspartner suchen, der bei der digitalen Dokumentation unterstützen kann.

Die KI Kompetenz Akademie – Qualifikation für die Zukunft

Vor diesem Hintergrund startet die KI Kompetenz Akademie ab Januar 2025 mit ihren ersten Seminaren in Deutschland und Luxemburg. Ziel ist es, Unternehmen und Mitarbeitende praxisnah und zukunftsweisend auf die Anforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten. Alle Kurse berücksichtigen die Einhaltung des EU AI Acts in allen Prozessen der teilnehmenden Unternehmen. Jedes Teilnahme-Zertifikat enthält eine digitale Nummerierung und ist zudem als NFT mit Echtheitszertifikat hinterlegt. Dies erleichtert den teilnehmenden Unternehmen ihrer Nachweispflicht nachzukommen.

Themen der Auftaktseminare:

  • 27. bis 29. Januar 2025: „KI-Kompetenz-Nachweispflicht“ – Was bedeutet die gesetzliche Nachweispflicht für Unternehmen? Wie können Mitarbeitende und Führungskräfte ihre KI-Kompetenzen strategisch und nachhaltig entwickeln?
  • 31. Januar 2025: „KI im Marketing“ – Wie revolutioniert KI das Marketing? Praxisnahe Einblicke in datengetriebene Strategien, personalisierte Kampagnen und effiziente Zielgruppenansprache.
  • 25. bis 26. Februar 2025: „KI Strategie Kurs“ – Dieser Kurs bietet praxisorientiertes Wissen, um eine ganzheitliche KI-Strategie zu entwickeln, die technische, organisatorische und rechtliche Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt.

Darüber hinaus bietet die Akademie ein breitgefächertes Kursangebot, darunter Themen wie „Automatisierung mit KI“, „Content Creation mit KI“ und spezialisierte „AI Pro“-Kurse zur Entwicklung von KI-Systemen.

Expertenwissen aus erster Hand

Die KI Kompetenz Akademie vereint ein interdisziplinäres Team aus zertifizierten Beratern, internationalen Speakern und Fachexperten aus den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen, BWL, Rechtswissenschaften, IT, Blockchain Experten sowie KI Entwickler und Marketing / PR Experten. Die Dozenten der KI Kompetenz Akademie sind erfahrene Unternehmensleiter, Geschäftsführer und erfolgreiche Entrepreneure, die ihre praxisbewährten Strategien für KI-gestütztes Arbeiten mit exklusiven Einblicken in erfolgreiche Geschäftsmodelle und Best Practices verbinden.

Mit einem starken Fokus auf Praxisbezug und zukunftsweisende Technologien bietet die Akademie Unternehmen und Fachkräften die Möglichkeit, im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz erfolgreich zu agieren. Alle Kurse können sowohl in Deutsch als auch in folgenden Sprachen angefragt werden: Englisch, Französisch, Italienisch und Portugiesisch.

Weitere Informationen zu den Seminaren und zur Anmeldung finden Sie unter: https://ki-kompetenz-academy.com/kurse/

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